[Helge Heibült] Mittelalterliches (Bienen)Korbflechten mit Roggenstroh
Posted: 13 Jahre 9 Monate her
#4921
In der nächsten Zeit werde ich hier mein aktuelles Projekt näher vorstellen.
Das Projekt soll sich mit der mittelalterlichen Herstellung von Bienenkörben, aber auch von anderen Produkten aus Roggenstroh beschäftigen, so z.B. Brotkörbe, Obstschalen, Zielscheiben, ...
Meine ersten und bislang einzigen Erfahrungen mit dem Strohkorbflechten habe ich in meiner Kindheit und Jungend gesammelt, indem ich meinem Vater dabei zugesehen habe, wie er im Winter reihenweise Bienenkörbe geflochten hat, um sie dann im Frühjahr zu verkaufen. Es war immer interessant für uns Kinder, bei ihm in dem einen Raum des ungedämmten Nebengebäudes zu sein, wenn der Stangenherd für Wärme sorgte, während draussend der Schnee fiel. Etwas Roggenkorn auf der Herdplatte sorgte für einen heimeligen Geruch.
Vielleicht erinnert sich sogar der eine oder andere "Sendung mit der Maus"-Zuschauer an einen Bericht aus der Mitte der Achtziger Jahre, in dem mein Vater dieses Handwerk vorgestellt hat? Dort ging es über die Saat, die Ernte und die Verarbeitung des Roggens, von dem gerade das Stroh das Wichtige ist. Deshalb muss es auch mit der Sense gemäht werden. Das gedroschene Stroh aus einem Mähdrescher kann nicht verwendet werden, da es auf die heilen Halme ankommt. Weiter wurde die Korbflechttechnik gezeigt, bis zum Schluss der fertige Korb da stand.
Mit 12 oder 13 Jahren habe ich dann selbst in einem Winter etwas das Flechten ausprobiert und zumindest zwei kleine Zier-Bienenkörbe und zwei Brotschalen "porduziert".
Nun ist mein Vater inzwischen fast 72 Jahre alt. Zwar ist er noch fit wie ein Turnschuh, aber eben auch nicht mehr der Jüngste.
Ich möchte also seine Erfahrung und sein Wissen noch nutzen, so lange ich es noch kann. Daher möchte ich in diesem Jahr das Korbflechten für mich wieder aufleben lassen und so viel darüber lernen, wie ich kann.
Damit alle, die es interessiert, ebenfalls etwas davon haben, werde ich zukünftig meine Erfahrungen mit dem Projekt hier darstellen.
Wer Fragen dazu hat oder sich auch anderweitig einbringen möchte, darf sich gern hier zu Wort melden.
Das Projekt soll sich mit der mittelalterlichen Herstellung von Bienenkörben, aber auch von anderen Produkten aus Roggenstroh beschäftigen, so z.B. Brotkörbe, Obstschalen, Zielscheiben, ...
Meine ersten und bislang einzigen Erfahrungen mit dem Strohkorbflechten habe ich in meiner Kindheit und Jungend gesammelt, indem ich meinem Vater dabei zugesehen habe, wie er im Winter reihenweise Bienenkörbe geflochten hat, um sie dann im Frühjahr zu verkaufen. Es war immer interessant für uns Kinder, bei ihm in dem einen Raum des ungedämmten Nebengebäudes zu sein, wenn der Stangenherd für Wärme sorgte, während draussend der Schnee fiel. Etwas Roggenkorn auf der Herdplatte sorgte für einen heimeligen Geruch.
Vielleicht erinnert sich sogar der eine oder andere "Sendung mit der Maus"-Zuschauer an einen Bericht aus der Mitte der Achtziger Jahre, in dem mein Vater dieses Handwerk vorgestellt hat? Dort ging es über die Saat, die Ernte und die Verarbeitung des Roggens, von dem gerade das Stroh das Wichtige ist. Deshalb muss es auch mit der Sense gemäht werden. Das gedroschene Stroh aus einem Mähdrescher kann nicht verwendet werden, da es auf die heilen Halme ankommt. Weiter wurde die Korbflechttechnik gezeigt, bis zum Schluss der fertige Korb da stand.
Mit 12 oder 13 Jahren habe ich dann selbst in einem Winter etwas das Flechten ausprobiert und zumindest zwei kleine Zier-Bienenkörbe und zwei Brotschalen "porduziert".
Nun ist mein Vater inzwischen fast 72 Jahre alt. Zwar ist er noch fit wie ein Turnschuh, aber eben auch nicht mehr der Jüngste.
Ich möchte also seine Erfahrung und sein Wissen noch nutzen, so lange ich es noch kann. Daher möchte ich in diesem Jahr das Korbflechten für mich wieder aufleben lassen und so viel darüber lernen, wie ich kann.
Damit alle, die es interessiert, ebenfalls etwas davon haben, werde ich zukünftig meine Erfahrungen mit dem Projekt hier darstellen.
Wer Fragen dazu hat oder sich auch anderweitig einbringen möchte, darf sich gern hier zu Wort melden.
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Ich find das großartig!
Gibt es von so einem fertigen Bienenkorb auch ein Bild, damit ich mir darunter was vorstellen kann?
Gibt es von so einem fertigen Bienenkorb auch ein Bild, damit ich mir darunter was vorstellen kann?
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Na klar!
Das ist einer der beiden kleinen Körbe, die ich früher mal gemacht habe.
So sehen die Körbe in groß aus. Da liegen auch zwei Brotkörbe dabei. Gemacht hat diese Körbe mein Vater im letzten Winter.
Man kann auch Holzmasken auf die Körbe setzen. Der Mund ist das Flugloch. Im Sommer kann es durch eine Traube von Bienen vor dem Flugloch so aussehen, als hätte das Gesicht einen Vollbart. Dieser Korb allerdings ist - wie die meisten Körbe - unbesetzt.
Die gezeigten Körbe wurden alle mit Stroh als Hauptmaterial und Bambusstreifen als Bindematerial angefertigt. Ich möchte später mit Brombeerranken oder anderen adequaten Bindematerialien arbeiten, um die Authentizität zu wahren.
Das ist einer der beiden kleinen Körbe, die ich früher mal gemacht habe.
So sehen die Körbe in groß aus. Da liegen auch zwei Brotkörbe dabei. Gemacht hat diese Körbe mein Vater im letzten Winter.
Man kann auch Holzmasken auf die Körbe setzen. Der Mund ist das Flugloch. Im Sommer kann es durch eine Traube von Bienen vor dem Flugloch so aussehen, als hätte das Gesicht einen Vollbart. Dieser Korb allerdings ist - wie die meisten Körbe - unbesetzt.
Die gezeigten Körbe wurden alle mit Stroh als Hauptmaterial und Bambusstreifen als Bindematerial angefertigt. Ich möchte später mit Brombeerranken oder anderen adequaten Bindematerialien arbeiten, um die Authentizität zu wahren.
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Ich finde das ist ein Klasse-Projekt und ein Handwerk, was wir bis jetzt irgendwie noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Wäre echt schön, wenn daraus etwas wird.
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Danke, Markus! 
Thomas, ich glaube, das ist wieder ein andere Metier, denn die sind ja doch viel filigraner. Ob man die überhaupt aus Roggenstroh machen kann bzw. ob die dann halten, wage ich nicht zu beurteilen. Aber vielleicht gehe ich der Idee doch noch einmal nach, denn Strohhüte sind ja durchaus mittelalterliche Kopfbedeckungen der Bauern.
Thomas, ich glaube, das ist wieder ein andere Metier, denn die sind ja doch viel filigraner. Ob man die überhaupt aus Roggenstroh machen kann bzw. ob die dann halten, wage ich nicht zu beurteilen. Aber vielleicht gehe ich der Idee doch noch einmal nach, denn Strohhüte sind ja durchaus mittelalterliche Kopfbedeckungen der Bauern.
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